Pflegeversicherungen
Die Pflegeversicherung ist auch so ein Thema, an das man eigentlich gar nicht denken möchte. Aber die gute Nachricht ist: Sie befassen sich jetzt kurz damit – und haben anschließend zumindest mehr Klarheit darüber, welche Möglichkeiten es gibt.
Auch Sie könnten eines Tages pflegebedürftig werden. Je nach Pflegegrad, Pflegeform und Wohnort können dabei erhebliche Kosten entstehen, die durch die gesetzliche Pflegeversicherung nur teilweise abgedeckt werden. Darum kann es sinnvoll sein, frühzeitig über eine private Pflegezusatzversicherung nachzudenken.
Pflegerentenversicherung, Pflegekostenversicherung oder Pflegetagegeldversicherung – lassen Sie sich nicht davon abschrecken. Wir informieren und beraten, Sie entscheiden. Und danach dürfen Sie das Thema gerne wieder ein Stück zur Seite schieben.
Wir beraten Sie ebenso in den nebenstehenden Bereichen.
Pflegebedürftigkeit ist keine reine Frage des Alters, denn sie kann grundsätzlich jeden treffen. Und sie kann schnell teuer werden. Die gesetzliche Pflegeversicherung leistet zwar, sobald ein Pflegegrad anerkannt ist und ambulante oder stationäre Hilfe benötigt wird. Häufig bleibt jedoch ein Eigenanteil, der privat zu tragen ist.
Eine Pflegetagegeldversicherung kann helfen, diese finanzielle Lücke zu reduzieren. Der Versicherer zahlt je nach Tarif ein vereinbartes Tagegeld, dessen Höhe meist vom Pflegegrad abhängt. Ob die Leistung bei Pflege zu Hause, durch Angehörige oder in einem Pflegeheim gezahlt wird, richtet sich nach den jeweiligen Versicherungsbedingungen.
So kann eine Pflegetagegeldversicherung dazu beitragen, Sie und Ihre Angehörigen finanziell zu entlasten. Je früher Sie sich mit dem Thema beschäftigen, desto eher können Gesundheitszustand, Eintrittsalter, Leistungsumfang und Beitrag gemeinsam betrachtet werden.
Viele Menschen in Deutschland sind bereits pflegebedürftig – und die Kosten für Pflege können je nach Versorgungssituation erheblich sein. Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt dabei nur bestimmte Leistungsbeträge. Der verbleibende Eigenanteil muss privat getragen werden.
Bei einer staatlich geförderten Pflegezusatzversicherung, auch Pflege-Bahr genannt, beteiligt sich der Staat unter bestimmten Voraussetzungen mit einem monatlichen Zuschuss von 5 Euro. Ob ein solcher Vertrag sinnvoll ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation, Ihrem Gesundheitszustand, Ihrem Alter, Ihrem Absicherungsbedarf und den konkreten Tarifleistungen ab. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass geförderte Verträge grundsätzlich für volljährige Personen möglich sind, die noch keine Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten.
Auch steuerliche Aspekte können eine Rolle spielen. Ob und in welcher Höhe Beiträge steuerlich berücksichtigt werden können, sollte im Einzelfall geprüft werden.
Im Pflegefall kann schnell ein finanzieller Engpass entstehen. Ohne zusätzliche private Absicherung müssen mögliche Eigenanteile aus Einkommen, Vermögen oder gegebenenfalls mit Unterstützung weiterer Stellen finanziert werden.
Eine private Pflegekostenversicherung kann helfen, verbleibende Pflegekosten zu reduzieren. Je nach Tarif übernimmt der Versicherer einen vereinbarten Anteil der nachgewiesenen Restkosten oder leistet bis zu einem festgelegten Höchstbetrag. Die Leistung ist in der Regel an tatsächlich entstandene und nachgewiesene Pflegekosten gebunden.
Ob eine Pflegekostenversicherung zu Ihnen passt, hängt unter anderem davon ab, welche Pflegeform Sie absichern möchten, wie hoch Ihr Eigenanteil sein könnte und welche Leistungen bereits über die gesetzliche Pflegeversicherung bestehen.
Während eine Pflegetagegeldversicherung einen flexiblen zusätzlichen Schutz bieten kann, ist die Pflegerentenversicherung eine weitere Möglichkeit, Pflegebedürftigkeit finanziell abzusichern. Sie zahlen ab Vertragsbeginn einen regelmäßigen Versicherungsbeitrag. Wird Pflegebedürftigkeit im Sinne der Versicherungsbedingungen festgestellt, erhalten Sie eine monatlich vereinbarte Pflegerente.
Je nach Tarif kann die Leistung sowohl bei Pflege zu Hause als auch bei Pflege im Heim gezahlt werden. Ein Nachweis konkreter Pflegekosten ist häufig nicht erforderlich. Auch zusätzliche Leistungsbausteine, etwa bei Demenz, können je nach Anbieter und Tarif vereinbart werden.
Die Pflegerente kann dazu beitragen, im Pflegefall mehr finanziellen Spielraum zu schaffen. Wie hoch der Beitrag ist und welche Leistungen möglich sind, hängt unter anderem von Eintrittsalter, Gesundheitszustand, gewünschter Rentenhöhe und Tarifbedingungen ab.